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2005
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Endlich raus
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Meine Befreiung war einigermaßen erträglich, da ich nicht durch den richtig engen Kanal bei meiner Mama da unten zwischen ihren großen Zehen musste, sondern durch einen Schleichweg in die Freiheit gebracht wurde. Und das war auch gut so, denn ich hatte nämlich meine lange Versorgungsleitung um den Hals gewickelt, als ich einmal beim Spielen und Purzelbaum schlagen nicht aufpasste. Dadurch bin ich irgendwie hängen geblieben und nichts ging weiter, obwohl meine Mama am Ende ganz schön geschoben und gedrückt hat und mich mit komischen Lauten (Ahhhhhhhhh) zur Flucht bewegen wollte. Aber lest selber!
Ich dachte mir: "nur nichts überstürzen" und wartete erst einmal ab, doch auf einmal ging der Bauch auf und jemand griff nach mir, ent-wickelte die dumme Schnur von meinem Hals und zog mich zu sich. Huiiiiiiiiii, das ist gar nicht komisch, denn ich wurde arg geblendet, da wäre ich am liebsten wieder rein in meine Höhle geschlupft...
Das erste was ich sah waren ein paar vermummte Gestalten in grünen Kitteln und mit Masken vor dem Kopf - vermutlich wollten die nicht, dass ich sie erkenne, damit sie nicht belangt werden können, wenn mich jemand runter fallen läßt. Als ich dann einigermaßen blinzeln konnte, sah ich die Mama zum ersten Mal von außen - tolles Teil! Aber die Mama war noch müde und hatte keine Zeit für mich, also hat mich die Tante Christina gepackt und ins Wasser gesteckt. Schon wieder Wasser! Davon hatte ich erst mal genug, drum habe ich gleich laut protestiert - mit Erfolg, denn jetzt wurde ich abgetrocknet und trocken gemacht. So ist das schon besser und gemäß der Genfer Konvention.
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Endlich ging es voran, ich wurde aus dem hellen Raum getragen und zu einer einsamen Gestalt gebracht, die auch vermummt! Komisch, ich bin der Einzige hier in diese Laden, der wohl sein Gesicht herzeigen soll... Da hat der Kerl angefangen mit mir zu reden, da habe ich gemerkt: das ist ja der Papa! Den habe ich in Mamas Bauch schon gehört, wenn er mit der Mama geredet hat.
Auf dem Bild rechts bin ich gerade mal zwei Tage alt und geniesse die Ruhe im stillen Zimmer, bevor die ganze Verwandtschaft vorbei kommt, um mich zu bestaunen... Ich weiß gar nicht, warum die so ein Theater um mich machen - ich bin doch ein ganz normales Baby.